Skip to content
Menu
  • Startseite
  • Termine 2026
  • Vereinsleben
    • KanuKids – unsere Jugend
    • Vereinsgeschichte
  • Berichte
    • Berichte
    • Instagram-Feed
  • Über uns
    • Vorstand
    • Datenschutzerklärung
    • Anfahrtsbeschreibung
  • Links
  • Kontakt
Kanu Club Mehlem 1928 e.V.

Fahrtenbericht HAVEL

Posted on August 23, 2026August 24, 2026

Angesichts niedrigster Wasserstände im Rhein lohnt sich ein Blick auf ferne Gewässer. Die Havel bot sich an, da sie unter Vollstau steht, was gleiche Wasserstände im Sommer und im Winter verspricht – allerdings auch einen Mangel an Strömung prophezeit. Da aber mal was anderes als Rhein sein sollte, brachen Felix und ich im August 2026 gen Osten auf.

Ziel sollte die Komplettbefahrung der Havel sein, wobei Komplett lediglich ab Kratzeburg am Havelquellsee meinte, da die Kilometer darüber nicht fahrbar sind. Nach 320 km Havel sollten noch gut 30 km auf der Elbe kommen, da die letzte Stadt an der Havel – Havelberge – nicht an der Mündung liegt und keinen Bahnhof hat, im Gegensatz zu Wittenberge. Alles in allem etwa 355 km mit vielen Schleusen, die in 10 Tagen bewältigt werden sollten.

Nur selten unterschied sich bei mir Fahrtenplan derart stark von der Fahrtenrealität. 

Treffpunkt war der WSV Wittenberge, wo auch die erste Nacht verbracht wurde. Am Morgen des ersten Fahrtentages ging es dann früh los, da viel auf der Agenda stand: Fahrt nach Kratzeburg, erstes Laden der Boote und dann 30 km auf einem unbekanntem Gewässer. 

Der oberste Teil der Havel ist ungewohnt für den Rheinkanuten: Weniger ein Fluss als viel mehr viele kleine Seen, die durch noch kleinere Wasserläufe verbunden sind. Neben der unheimlichen, Möglichkeit, sich zu Verfahren, war man aber auch viel naturnäher. Bei einer Begegnung mit entgegenkommenden Kanuten kam Felix dabei einem Baum zu nahe, was ihn fast dem Wasser näher brachte, als es in den ersten zwei Stunden einer mehr tätigen Tour wünschenswert gewesen wäre. Höhepunkt des Tages war allerdings die Passage des ersten Mühlenwehrs mittels einer 750 m langen Lorenbahn, die zu einigem lustigen Zeitvertreib einlud. Geschafft erreichten wir die erste Übernachtungsstelle bei der Kanuabteilung von Union Wesenberg.

Tag 2 begann mit einer Schleusung. In der Erwartung, aus Wassermangel nicht geschleust zu werden, freuten wir uns umso mehr darüber, vom Schleusenwärter in die Kammer gewunken zu werden. Der Fluss wechselte an diesem Tag seinen Charakter: Mietkanus gingen zurück, dafür trafen wir mehr Motorboote und vor allem Hausboote. Die zu durchquerenden Seen wurden größer und Kartenmaterial wurde nötig, um nicht in mehrere km lange Sackgassen zu fahren – wobei wir mal offen lassen, ob das von mir zusammengestellte Kartenmaterial brauchbar war. Die langen Seen, häufig mit Gegenwind, zerrten an der Moral, vor allem weil das Geschwindigkeitsempfinden weit vom Ufer entfernt versagte. Der erwartete Tageshöhepunkt, der Kanu- und Fischpass in Fürstenberg, war als langgezogene Bootsgasse mit Bürsten dann auch eher unspektakulär, ersparte uns aber die Schleusung bzw. das Umtragen. Um so glücklicher waren wir, als wir nach der Schleuse Bredereiche (in der wir alleine schleusten) auf dem Gelände des Rudervereins Havella, Berlin, ankamen, der uns dankenswerterweise die Übernachtung gestattete. 

Nach dem Strapazen der ersten und vor allem des zweiten Tages beschlossen wir, die dritte Etappe ausfallen zu lassen und auch die vierte zu verkürzen. Tag 3 bestand daher darin, das Auto zu holen und nach Mildenberg zu fahren. In der dortigen Marina konnten wir gut zelten und im benachbarten Ziegelleimuseum der Bildung frönen. Gleichzeitig standen wir an der Havel, wenngleich wir an Tag 4 den Platz auf Rädern verließen. Start dieser Etappe sollte der Schlosshafen Oranienburg sein, von wo aus es nur 20 km zur nächsten Übernachtung im Berlin waren.

Trotz der Vielzahl an Möglichkeiten in den zwei Tagen zuvor gelang es mir nun beim Verlassen des Hafens zum ersten Mal, in die falsche Richtung zu paddeln. Nach der Korrektur zeigte die Havel bis Berlin ein neues Gesicht: Das des industriellen Flusses. Ufer waren besser befestigt, der Flusslauf breiter und gerader. Ab Henningsdorf begegneten uns die ersten Frachtschiffe.

Ziel dieser Etappe waren die Wander-Paddler-Havel in Berlin-Heiligensee. Der Zufall wollte es, dass ich für den Tag der Sonnenfinsternis ein Boothaus ausgewählt hatte, dass nach Westen einen freien Blick über den Havel See hatte, weshalb wir Abends nicht nur mit Vertretern des gastgebenden Vereins zusammen saßen, sondern noch Freunde vom Zugvogel Berlin dazu stießen.

Ab Berlin wurde es aber dunkel für die Tour: Ich hatte meine normale Brille im Auto gelassen und trug daher erstmal nur noch Sonnenbrille. Das Ende der Oberhavel markierte der Spandauer See, dessen Querung noch in Ordnung ging, und dann die Schleuse Spandau, die auch leicht mit dem gleisgebundenen Bootswagen umgangen werden konnte. Ab der Unterhavel ging die Moral dann aber bergab: Beim Versuch, touristisch wertvoll durch Klein-Venedig zu fahren, leitete ich uns abermals falsch und wir fuhren im Kreis. Die folgenden 12 km Seen erwies sich dann aber als sehr lang. Ebenfalls machten sich bei Felix Schmerzen wegen einer kaputten Rückenlehne wiederholt bemerkbar, weshalb wir am Ende der Etappe in Potsdam Pirschheide die Tour abbrachen, nach nur 121 gepaddelten Kilometern und 4 statt 10 Paddeltagen. Hier bemerkte ich dann auch einen Wasserschaden an meinem Smartphone, der letztlich zum Verlust der meisten Tourenbilder führte. 

Frederik Adams

Kanu-Club Mehlem als „Aktiver Kanu-Verein“ ausgezeichnet

>> weiterlesen <<

Nächste Termine

27.09.
KCM-Abpaddeln
Rhein, 21 km
Bad Breisig-Fähre – KCM

03.10.
KCM-Tour „Tag der dt. Einheit“
—-
43. Frankfurter Funzelfahrt auf dem Main

02.10. – 04.10.
Deutscher Meisterschaften im Kanu-Slalom/ Kanupark Markkleeberg

Trainingszeiten im Schwimmbad des Konrad-Adenauer-Gymnasiums:
Dienstags und freitags Kanu-Training und freies Schwimmen nach Absprache, Interessentenanfragen unter info@kanu-club-mehlem.de.

Weitere Termine findet ihr auf der Terminübersicht 2026

Rhein-und Kleinflussfahrten nach Absprache

Interessiert an unserem Verein und
Lust auf ein Schnupperpaddeln?
Dann einfach melden unter

Neueste Beiträge

  • Kanujugend – Abschluss einer erfolgreichen Saison im Kanu Freestyle
  • Fahrtenbericht HAVEL
  • Spontan zum Traum-Pegel: Wie aus einer Vorderrhein-Fahrt ein Tiroler Abenteuer wurde
  • Kanu-Club Mehlem als „Aktiver Kanu-Verein“ ausgezeichnet
  • KanuKids – Jugend auf dem Wasser – ein langes 1.-Mai-Wochenende voller Action in Hüningen

Datenschutzerklärung

Impressum

Archiv

©2026 Kanu Club Mehlem 1928 e.V. | WordPress Theme by Superbthemes.com